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    • Warme Bedingungen begünstigen die exotischen Einwanderer

       

      Verschleppung und Ausbreitung
      Die letzten Winter und Frühlinge gehören zu den wärmsten seit Beginn der Aufzeichnung der Klimadaten. Das begünstigt auch viele Insekten, die schon früh in der Saison unterwegs sind.

      Ob Buchsbaumzünsler, Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) oder Tigermücke  – immer mehr erreichen uns Insektenarten aus wärmeren Ländern. Schuld sind daran vor allem zwei Prozesse:

      Die Globalisierung: durch den Güteraustausch kommen immer mehr Arten aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in neue Heimaten. Die Erderwärmung ermöglicht Arten aus dem Süden, dass sie hier zu Lande den Winter überleben und sich im Sommer hier ansiedeln können.

       

      Herkunft und Ausbreitung
      Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist ein für den Obst- und Weinbau sehr gefährlicher Schädling aus Asien, durch dessen Einschleppung und weitere Verbreitung in Europa zukünftig massive Probleme zu erwarten sind. Die Kirschessigfliege verursacht durch die Zerstörung der heranreifenden Früchte und die enorm schnelle Vermehrungsrate sehr große Schäden und daher auch hohe Ertragsverluste. Die ursprüngliche Heimat von Drosophila suzukii ist der asiatische Raum.  (China, Korea und Japan).

      Erst in den vergangenen Jahren (ab 2008/2009) wurde ein Auftreten in Nordamerika (Ost- und Westküste) und Kanada und dann auch in Europa festgestellt. Im Jahr 2011 entdeckte man sie in Spanien, Frankreich, Korsika, Italien und Slowenien. Von dort kam sie ab 2013 auch in der Schweiz und Österreich an und schließlich in 2014 wurde sie auch in Deutschland festgestellt.
      Vermutlich erfolgte eine großräumige Verbreitung durch den Transport befallener Früchte.

      Biologie
      Die Kirschessigfliege ist eng verwandt mit der bekannten Tau- oder Essigfliege, die häufig in der Küche an Obst und Obstsäften zu finden ist. Die erwachsenen Kirschessigfliegen sind ca. 3 mm groß und hell, besitzen rote Augen, gefiederte Fühler und die Männchen einen auffälligen schwarzen Fleck in den durchsichtigen Flügeln.

      Drosophila suzukii: Was macht sie so gefährlich?
      Die Weibchen von Drosophila suzukii verfügen über einen kräftigen, gezahnten Legebohrer, mit dem sie auch gesunde Früchte am Baum anstechen und mit Eiern belegen können.
      Die Weibchen können mit ihrem gezähnten Eiablageapparat die Früchte aufritzen und die Eier in die Frucht hineinlegen, wo sich dann die Fliegenlarven (Maden) vom Fruchtfleisch ernähren. Anders als die einheimische „normale“ Essigfliege bohren die Suzukii-Weibchen kerngesunde Beeren an und legen dort 300 bis 400 Eier ab. Im Fruchtfleisch entwickeln sich die weißen bis cremefarbenen Larven, die eine Länge ca. 5 mm erreichen können. Die Verpuppung erfolgt in der Frucht oder im Boden. Bei optimalen Bedingungen (Temperatur um +25 °C) kann die Entwicklung vom Ei bis zur erwachsenen Fliege in ca. 8 Tagen abgeschlossen sein, wodurch bis zu 15 Generationen pro Jahr gebildet werden, das sind Milliarden von Kirschessigfliegen. Bei kühleren Temperaturen dauert die Entwicklung entsprechend länger. Die Fliege überwintert an geschützten Orten, bei Temperaturen über 10 °C kann sie auch aktiv bleiben. Nach der Winterpause legen die Fliegen ihre Eier in die Früchte ab.

      Symptome Schadbild an Früchten
      Die Kirschessigfliegen befallen heranreifende, weichschalige Früchte. Befallene Früchte zeigen kleine loch- und stichartige Beschädigungen und eingedrückte, weiche Flecken auf der Oberfläche der Früchte. Innerhalb der Früchte sind die Larven (Fliegenmaden) zu finden, die das Fruchtfleisch fressen. Zusätzlich können Sekundärinfektionen durch Pilze oder Bakterien entstehen.Der Schaden ist durch faulende Früchte erkennbar. An betroffenen Kulturen kann bis zu 80 % und mehr Ertragsverlust auftreten.

      Wirtspflanzen
      Die Kirschessigfliege ist polyphag, kann also eine Vielzahl an Wirtspflanzen nutzen. Sie befällt alle weichschaligen Wild- und Kulturobstarten, bevorzugt hauptsächlich rote Früchte wie Süßkirsche, aber auch Pfirsich, Nektarinen, Marillen und Pflaume, Heidelbeere, Himbeeren und Brombeeren, Johannis- und Stachelbeeren und Erdbeeren. Weitere mögliche Wirtspflanzen sind winterharte Kiwi, Holunder, Maulbeere, Tafel- und Weintraube und Tomaten. Zusätzlich können bereits beschädigte Früchte, wie z. B. Äpfel und Birnen befallen werden.

      Gefahr für den Weinbau
      Die Invasion der Kirschessigfliege aus Asien begleitet die Lese des schwierigen Jahrgangs 2014. In fast allen Anbaugebieten hat sich der Schädling breitgemacht. Vor allem Rotweinanlagen sind befallen, teilweise mussten die Trauben schon vor der vollständigen Reife notgelesen werden. Der Schädling hat das Potenzial, ganze Ernten zu vernichten. Eiswein wird es wohl bald keinen mehr geben. Die Weinlese muss durch die Erderwärmung immer früher stattfinden. Wenn man die Trauben für den Eiswein hängen lassen würde, ist das wie ein wie gedeckter Tisch für die Kirschessigfliege. Lässt man die Trauben hängen und werden sie befallen, sind sie sie ungenießbar, deshalb verzichten schon viele Winzer auf Eiswein. In Hessen wurde der Schädling bisher im südlichen Landesteil nachgewiesen. Eine weitere Verbreitung ist aber durchaus möglich.

      Bekämpfung
      Es wird nicht mit einer einzelnen Maßnahme gelingen, den Schädling in Schach zu halten, sondern es wird ein ganzes Instrumentarium an Maßnahmen erforderlich sein. Zunächst gilt es, das Auftreten der Kirschessigfliege und damit das Gefahrenpotential rechtzeitig zu erkennen, um mit den derzeit verfügbaren Mitteln die weitere Vermehrung und Ausbreitung zu begrenzen. Die Entwicklung nachhaltiger Bekämpfungsverfahren ist eine Herausforderung für die Forschung und erfolgt in internationaler Zusammenarbeit.

      Einsatz von Fallen
      Obwohl in den letzten Jahren viele Untersuchungen über Fallen für den Fang von Kirschessigfliegen durchgeführt wurden, gibt es noch immer keine „optimale“ Falle! Folgende Kriterien sollten aber auf jeden Fall erfüllt werden, um gute Fangergebnisse zu erzielen:

      • Die Falle besteht aus einem Gefäß (z.B. Becher, Flasche) mit:
      • vielen, kleinen Öffnungen (Ø = 2-3 mm) (nicht größer wegen Beifang!)
      • Apfelessig als Lock-/Fangflüssigkeit – Zusatz von Rotwein und/oder Hefe erhöhen Fängigkeit
      • Positionierung der Fallen im Schatten

      Hygienemaßnahmen

      • regelmäßige Entfernung von reifen und überreifen Früchten aus der Obstanlage oder Obstgarten
      • vollständige Ernte, auch von Früchten, die nicht vermarktet werden, bzw. gründliche Entfernung von Restfrüchten nach der Ernte (Nacherntemaßnahmen)
      • keine Kompostierung der Früchte, da hier ein Überleben der Fliegen möglich ist
      • Abtötung von Eiern und Larven in den Restfrüchten, zum Beispiel mittels Solarisation (Früchte werden luftdicht verpackt (z.B. mittels Folienabdeckung) intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt) oder mittels tiefer Temperaturen (z.B. Gefriertruhe)
      • Einnetzen der Pflanzen bzw. Kultur (sofern möglich)
      • Kühllagerung der Früchte (sofort nach Ernte)

      Es gibt nach dem heutigen Kenntnisstand keine sinnvollen Möglichkeiten die Früchte bzw. unseren Obstanbau vor diesen Schädling zu schützen

    • Obstbaumwiesen

      Rund um Nonnenroth liegt ein breiter Gürtel von Obstbaumwiesen. Die von unseren Vorfahren geschaffene Kulturlandschaft bietet nicht nur einen hübschen Anblick, sondern ist auch eine reizvolle Erholungslandschaft. Im späten Mittelalter und im 18. und 19. Jahrhundert, entstanden die heutigen Anbaugebiete. Durch Verordnungen wurden damals die Dorfbewohner verpflichtet, auf geeigneten Parzellen und entlang der Feldwege Obstbäume zu pflanzen und diese auch zu pflegen.
      Obstwiesen erfüllen zahlreiche Funktionen im Haushalt der Natur, wobei v. a. die älteren und absterbenden Obstbäume von Bedeutung sind. Diese alten Hochstämme bieten vielen Tierarten Schutz, Nahrung und Brutmöglichkeiten. Jeder alte Obstbaum ist bereits ein eigener Lebensraum für sich, der mehr als 300 verschiedene Tierarten beherbergen kann. Hinzu kommen noch diverse Pilze, Algen, Moose und Flechten.
      Auf einer Obstwiese können über 2.000 Tierarten nachgewiesen werden (davon 90 % Insekten) und etwa 400 Pflanzenarten.
      Unter den Tierarten befinden sich einige, die in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählen z. B. Fledermäuse, Bilche, Steinkauz, Wendehals, und Wiedehopf. Aber auch der Grünspecht, der Gartenrotschwanz, der Siebenschläfer.
      Für viele Arten sind vor allem die Höhlen der alten Hochstämme von Bedeutung. Das reiche Nahrungsangebot sind für Säuger, Vögel, Lurche, Kriechtiere und Insekten hier zu finden: Nektar, Blätter, Samen, Früchte und auch tierische Nahrung.

      Deshalb ist die Erhaltung von unseren Streuobstwiesen sehr wichtig!

      JEDOCH: der Mistelbefall hat zugenommen:
      •    wärmere Winter durch die Klimaerwärmung
      •    trockenere Frühjahre und Sommer
      •    mehr geschwächte Wirtsbäume
      •    lichtere Baumkronen
      •    weniger medizinische Verwendung der Mistel

      Die Mistel ist ein ungebetener Säufer

      Die Laubholzmistel steht nicht unter Naturschutz. Das ist eine irrige Annahme. Obstbäume, vor allem Apfel- und Birnenbäume, brechen oft unter der Last der Misteln zusammen. Manche Gegenden sind so stark befallen, dass ganze Streuobstbestände vor dem Zusammenbruch stehen. Die Mistel verbreitet sich durch Vögel wie Misteldrossel und Seidenschwanz. Die Mistel ist ein Halbschmarotzer, deren Wurzelsystem sich in Form von „Rindenwurzeln“ 20 bis 30 cm im Bast des befallenen Astes vordringen. Deshalb ist es manchmal notwendig, einen ganzen Ast zu entfernen, denn die Mistel zieht Wasser und Nährsalze aus dem Obstbaum  und schwächt ihn dadurch erheblich (vor allem im Winter).

      Bevor eine Mistel für das für uns überhaupt sichtbar wird, das heißt, die typisch kugeligen Gebilde entstanden sind, können bis zu zehn Jahre vergehen. Dementsprechend lange ist ein Baum von Misteln befallen und der Schaden bereits angerichtet.

      Die Mistel ist ein faszinierendes und mystisches Gewächs. Im ersten Jahr nach dem Anhaften an einem Ast wird aus dem Samen eine sogenannte Haftscheibe. Der Keimstengel verhält sich auf dem ersten Blick seltsam: er streckt sich nicht dem Licht entgegen, sondern krümmt sich zur dunklen Wirtsrinde. Die Keimblätter fungieren als Haftscheibe. Die Mistel saugt sich am Wirt fest. Erst nach etwa 60 Tagen ist dieser Prozess abgeschlossen. Anschließend verbindet sich der Parasit mit dem Wassersystem des Wirtsbaumes. Ob sich der Keimling erfolgreich etabliert, wird sich erst nach dem Wettlauf zwischen Dickenwachstun des Astes und dem Vorstoßen des Primärsenkers zeigen. Sehr vitale Bäume können den Primärsenker überwallen und die Mistel stirbt ab.

       

      Die Mistelsamen siedeln sie sich vorwiegend im Kronenbereich des Baumes an, auf lichtnahen Trieben mit noch dünner Rinde.
      Vor allem geschwächte Bäume werden befallen; so sind ältere Bäume vieler Streuobstbestände betroffen. Aber auch junge Bäume in Stress-Situationen wegen Trockenheit oder Schädlingsbefall können frühzeitig von Misteln befallen werden.

      Um die Bäume zu verjüngen und damit den Obstertrag und die Lebensdauer zu fördern, hat Ortwin bei Bäumen, die über einen längeren Zeitraum nicht gepflegt wurden, Altbaumsanierungsschnitte durchgeführt.

      FAZIT :
      Die Mistel ist ein ungemein faszinierendes Gehölz, vielleicht das ungewöhnlichste heimische Gewächs überhaupt. Alleine das sollte zu einem gewissen Respekt vor ihrer Lebensweise und etwas Toleranz gegenüber ihren Schäden an Wirtsbäumen führen. Früher war die Mistel eine verehrte und wertvolle Pflanze.
      Man kann eigentlich davon ausgehen, dass die Mistel selten ihren Wirt umbringen wird, denn damit entzieht sie sich selbst die Lebensgrundlage. Wirklich kritisch wird es nur bei stark befallenen, alten und nicht gepflegten Bäumen und vor allem in Stresssituationen, z.B. bei Trockenheit und Wassermangel.
      Man geht davon aus, der die Zunahme von Mistelbefall u.a. auch mit der allgemeinen Klimaerwärmung einhergeht.
      Man sollte auch mehr über eine begrenzte Nutzung der Mistel nachdenken, anstatt nur über Bekämpfungsstrategien.
      „Schützen durch Nützen": d.h. die Bedeutung der Mistel in der Medizin: Misteln lassen sich für medizinisch naturheilkundliche Zwecke und in der Vorweihnachtszeit zur Dekoration erfolgreich verkaufen. das könnte tatsächlich der Schutz (der Bäume) durch Nutzung (der Mistel) sein: Auf diese Weise kann man zumindest einen Teil der Beseitigungskosten finanzieren und die Mistelpopulation im Griff behalten. Aus  eigener Erfahrung weiß ich, in welcher Geschwindigkeit geschnittene Mistelzweige verschwinden (durch Bürger /-innen), wenn man sie im November oder Dezember nur einige Stunden frei zugänglich liegen lässt. Dies zeigt die enorme Wertschätzung der Art in der Bevölkerung.

    • Basilikum ist typisch für die italienische Küche, egal ob bei Pesto, Pasta oder Pizza: Doch das Basilikum ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze. Basilikum lindert Entzündungen und Gelenkschmerzen, baut Stress ab, beruhigt den Magen und kann sogar multiresistente Bakterien in ihre Schranken weisen. Zusätzlich ist Basilikum eine gute Quelle für Vitamin K, Calcium, Eisen und Betacarotin. Im Topf gekaufte Basilikum sterben oft trotz Pflege schon nach einer Woche ab. Dies liegt daran, dass die Pflanzen oft sehr gestresst (z. B. durch Kälteperioden) in den Verkauf kommen.

      Man sollte darauf achten, dass Basilikum ausreichend mit Nährstoffen, und hier insbesondere Stickstoff, versorgt ist. Dies kann neben Kompostgaben etwa über eine Düngung mit Hornspänen erreicht werden. Basilikum mag es nicht sonderlich, wenn beim Wässern die Blätter befeuchtet werden. Dies begünstigt bei kühlerer Witterung Pilzerkrankungen. Da die Pflanze besonders sonnen- und wärmeliebend ist, ist sie in unseren Breitengraden einjährig. Sie geht im Herbst ein und trägt schon bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt Schäden davon, was während der Schafskälte einen Schutz nötig machen kann. Basilikum, das im Winter als Topfkraut gekauft wird, überlebt diesen meist aus Lichtmangel nicht.

       

      Bei der Ernte der Blätter sollte man beachten, dass die Pflanze nicht zu sehr geschwächt wird. Ein zu sehr gerupftes Exemplar wird große Schwierigkeiten haben, sich zu regenerieren. So empfiehlt es sich, die Spitze oberhalb einer Blattachsel zu schneiden oder zu zupfen. Dies bewirkt, dass aus der Blattachse neue Triebe wachsen und die Pflanze buschiger wird. Zudem wird die Blütenbildung so länger hinausgezögert.

    • Der duftende Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört zu den typischen Mittelmeerkräutern. Seine blauvioletten bis weißlichen Blüten erscheinen im Frühjahr und manchmal vereinzelt im Sommer. Die mediterranen Pflanzen sehen nicht nur gut aus, ihre aromatischen immergrünen Blätter können Sie frisch oder getrocknet auch zum Würzen verwenden.  Rosmarin kann sehr alt werden und über 2 Meter Höhe erreichen. Rosmarin ist in der mediterranen Küche sehr beliebt, gehört zu den Kräutern der Provence und verfeinert mit seinem leicht harzigen, herben ätherischen Aroma viele Gerichte. Besonders gut passt er zu Fleisch- und Kartoffelgerichten.

      Rosmarin-Sträucher lieben sonnige, heiße Plätze. Nur dort wachsen sie zu buschigen Pflanzen heran und lagern reichlich ätherische Öle ein. Gepflanzt werden die Mittelmeerkräuter am besten in gute Kübelpflanzenerde. Eignet sich für Balkon und Terrasse, kalten Wintergarten und Garten.

      Die Pflanzen vom Frühjahr bis zum Herbst nur mäßig feucht halten. Kurze Trockenphasen übersteht Rosmarin gut, Staunässe verträgt er nicht. Ein jährlicher Rückschnitt im Februar/März oder nach der Blüte hält den von Natur aus schwachwüchsigen Strauch schön kompakt.
      Vorsicht: Anfang Mai droht der erste Befall von Blattläusen. Als Folge treten oft dunkle Rußtaupilze auf. Silbrig gesprenkelte Blätter weisen auf Spinnmilben hin. Wenn beim Berühren oder Schütteln der Pflanze kleine weiße Insekten auffliegen ist sie von der Weißen Fliege befallen.

    • Der Echte Salbei wird nicht nur in der Küche gerne als Würzkraut verwendet. Salbei ist eine echte Wunderpflanze! Mit über 60 Inhaltsstoffen vereint er allein in sich die heilenden Wirkungen von Rosmarin, Eukalyptus, Teebaumöl, Wermut und Thuja. Es sind zwar mehr als 900 Salbeiarten bekannt, aber hierzulande spricht man meist über den Echten Salbei (Salvia officinalis).

      Salbei liebt steinig-trockenen Kalkboden und vollsonnige Standorte ohne Staunässe. Salbei kann ab April ausgesät werden. Ab Mitte Mai sollten die Salbeipflanzen in Abständen von 35 mal 35 Zentimetern ins Freiland gesetzt werden. Schneller geht das Anpflanzen von Ablegern und Stecklingen, die einfach in die Erde gesetzt werden. Gedüngt werden sollte mit Maß. Ab März des zweiten Jahres kann Salbei vierwöchentlich geringe Mengen Volldünger bekommen.

      Bei den blühenden Sorten des Küchensalbeis geht die Pflanze nach der Blüte in eine Ruhepause. Damit verringert sich das Aroma in den Blättern, und es wird insgesamt weniger Grün gebildet. Deshalb sollte man die Blätter mit Beginn der Blüte ernten. Tipp: man verhindert, dass die Pflanzen ruhen, indem man die Blüten frühzeitig entfernt.

      Nach der Ernte können die Zweige mit einer Schnur zu einem Strauß gebunden werden, die man verkehrt herum an einem trockenen Ort aufhängt.
      Salbeitee hilft bei einer wunden schmerzenden Stelle im Zahnfleisch. Dafür kocht man frische Salbeiblätter mit Wasser auf und, spült damit den Mund. Salbei-Tee wirkt beruhigend. Für eine Gurgellösung gegen Kratzen im Hals einfach einige Blätter mit heißem Wasser aufgießen und den Sud einige Minuten ziehen lassen.
      Wenn die Pflanzen nach einigen Jahren zu sehr verholzen, können aus den geernteten Samen leicht neue Halbsträucher herangezogen werden. Aber auch mit Stecklingen und Ablegern lässt sich der Salbei nachziehen. Im Herbst werden die Triebe um die Hälfte gekürzt, dabei aber nicht zu weit in die verholzten Teile schneiden. Sonst besteht die Gefahr, dass keine neuen Triebe nachwachsen.

      Ausgelegter Reisig oder Tannenzweigen schützt in der kalten Jahreszeit gegen Frost. Die grünen Blätter bleiben übrigens im Winter sichtbar. Im Frühjahr sollten dann die Triebe erneut auf etwa 15 Zentimeter zurückgeschnitten – so treibt der Salbei immer üppig und gleichmäßig aus.
      Man unterscheidet zwischen den mediterran, halbstrauchig und den mehrjährig staudig wachsenden sowie den einjährigen Arten.
      Der Küchensalbei ist ein halbstrauchig wachsendes Exemplar (Salvia officinalis).  Diese Art ist der natürliche Partner von Lavendel und Rosmarin, mit denen sie zusammen die Landschaft im mediterranen Raum prägen. Ein sonniger, magerer Standort fördert die Lebenserwartung.
      Attraktiv ist auch der Lavendelblättrige Salbei, als Spanischer Salbei bekannt (Salvia lavandulifolia).

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    © 2016 - Obst & Gartenbauverein Nonnenroth e.V.